Thursday, July 31, 2008

Training für den Strandurlaub [beach boot camp]

Wir proben schon mal den geplanten Strandurlaub: im Wasser plantschen, danach im Sand spielen (Thema "Ich big mess") und abschließend mit Flipper in der Badewanne abtauchen, nicht jedoch ohne zuvor eine paar Sanddünen ins Haus getragen zu haben. Es duftet nach Sonnencreme und frischer Luft, überall knirscht es vom Sand, zwischendurch ein Eis - eben Sommer. Herrlich.
























Wednesday, July 30, 2008

Austin Symphony Art Park

Heute haben wir es endlich geschafft, zum Kinderprogramm der Austin Symphonie zu kommen. Austin hat sich den Titel "Welthauptstadt der Live-Musik" verliehen. Auch wenn ich angesichts dieser in den Staaten üblichen superlativen Namensvergabe schmunzeln muss, ist die Musiklandschaft wirklich ausgezeichnet.


[We finally made it to the "Children's Day Art Park" of the Austin Symphony. http://www.austinsymphony.org/education/public/artpark/]

Zusammen mit Freundin Nadine und Sohnemann Odin hatten wir jede Menge Spaß.


Der "Instrumenten-Streichelzoo" hat Julius und Vivian am besten gefallen. Und dass man die Musiker mit ihren Instrumenten auch ganz aus der Nähe sehen konnte. [Most of all, Julius and Vivian enjoyed the "petting zoo" for instruments of the orchestra.]













Zur Stärkung noch ein kleines Picknick, bevor es wieder nach Hause geht. Man beachte, wie unsere beiden Mäuse ihre Brote angeknabbert haben... Nun ja, bei der Hitze ist das Kühlteil aus der Tasche auch interessanter als das Essen. [We have a picnic-lunch, before we head home. Notice how our little mice have nibbled on their sandwiches. O well - in that heat, the coolers from the lunch box are definitely more interesting than the food.]


Monday, July 28, 2008

Startklar für die Schule [ready for school]

Noch genau vier Wochen bis Schulanfang. Und wieder einmal klingelt der Paketbote an der Tür. "Warum kriegt Papa immer so viel Post?", will Julius wissen. Am Abend lüftet Papa das Geheimnis. "Überraschung!" Und was für eine!
[Another package from Oma and Opa in Germany... surprise!]















Zunächst ganz vorsichtig, dann von großer Neugierde beflügelt, öffnen Julius und Vivian das Paket.











Am Schluss hilft Papa noch etwas mit. Zum Vorschein kommt ein echter Scout Schultornister! Mit allem was dazu gehört: Etui, Faulenzermäppchen und Turnbeutel. Julius kommt aus dem Staunen nicht heraus.

[It's a special backpack like the kind most kids in Germany get when they start school.]













Und was da noch alles drin ist. Schicke Sachen für den Schulanfang und süße Wäsche für Vivian, mit passenden Unterhemden. Und Geschenke für Mama und Papa.











Vielen Dank, Oma Bärbel und Opa Bernd! Julius kann es kaum abwarten, bis die Schule losgeht. Noch vier Wochen... Bis dahin hat der Tornister einen Ehrenplatz an seinem Bett. [Julius cannot wait until his first day of school. Four more weeks...]

Sunday, July 27, 2008

The three R's

[reduce - reuse - recycle] Reduzieren - Wiederverwenden - Recyceln: Was in Deutschland schon lange bekannt ist, sickert auch hier langsam in das Bewusstsein der Texaner. Als wir vor fünf Jahren herzogen und ich zum ersten Mal mit meiner Stoffeinkaufstasche in den Supermarkt kam, gab es ein ziemliches Durcheinander. Alle Einkäufe werden im Serviceparadies USA vom Kassierer in Plastiktüten eingepackt. Inzwischen gibt es überall "Green Bags" zu erstehen, die man zu jedem Einkauf mitbringen kann.

Julius ist auch schon im "3R" Fieber. Verpackungen werden zum Basteln aufgehoben. Aus einem Päckchen zum Beispiel, das einst von Mats und Petra kam, weil wir Kuscheltier Svenni und noch etwas bei unserem Besuch vergessen hatten, bastelt er seit Wochen an einem Puppenhaus für Vivian.


[Julius has become a "3R" enthusiast. He saves empty boxes, tins, bottle caps etc. for his crafts. Since weeks he has been building a doll house for Vivian from a package that friends of ours sent to us. An inspiration is the book we got from the library: "Recycled Craft Box" by Laura C. Martin.]

Solange wir (Schande über uns) noch immer keine Dachrinne mit Regentonne haben, fängt Julius das wenige Regenwasser, das wir im Sommer haben, in Eimern auf. Letzten Donnerstag war es mal wieder so weit, seit Wochen der erste Regen, und die Sturzbäche hätten sicherlich ein großes Fass gefüllt.

[As long as we don't have any gutters and a rainbarrel (shame on us), Julius collects rainwater in buckets. The down-pour from last Thursday, after weeks without rain, would have been enough to fill a huge barrel...]

Wäsche trocknet bei uns wie eh und je an der Luft. Bisher konnte ich noch niemanden umstimmen, auf den Wäschetrockner zu verzichten. Dabei geht es hier wirklich ruckzuck. Letzte Sonntag habe ich zwischen Campingtrip und Fahrt nach Houston an einem Nachmittag mal eben vier Maschinen Wäsche getrocknet.

[Like most people in Germany, I still like to dry my laundry "naturally". We don't even have a dryer. You should really try it. It is better for the material, the laundry smells great, and in winter, when the air inside is very dry, it improves the air quality. Energy used by dryers adds up to more than 10% of the household energy costs in the States. Just a thought :-]

Von einer unserer aktuellen Lieblings-CDs (Jack Johnson and friends: Curious George, Sing-A-Longs and Lullabies) das Lied zu den "3R".

Mit meinen eigenen Händen [with my own two hands]


Julius und Vivian sind nicht nur als Schatzsucher unterwegs. Vor zwei Wochen haben wir auf Vorschlag von Julius eine "Mülljagd" gemacht. Früh morgens ging es mit den Fahrrädern zu unserem Park. Mit Gartenhandschuhen bewaffnet sammelten die beiden jedes kleine und große Fundstück auf. Nur am Bachlauf und im Unterholz war ich mit dem Auflesen an der Reihe - wegen der Gefahr von Feuerameisen, Gift-Efeu und Schlangen. In Texas wird selbst ein harmloses Unterfangen zu einem kleinen Abenteuer. Julius und Vivian waren sehr stolz auf ihre Arbeit. Wie in einem unserer Lieblingslieder "With my own two hands" von Jack Johnson: "Clean up the earth" - unsere Erde sauber halten.

[Julius and Vivian are not only hunting for treasures. Two weeks ago, we went on a trash hunt instead. Early in the morning, we took the bikes to get to our neighborhood park. Equipped with their garden gloves and two plastic bags, the two picked up every piece of waste, big or small. Only near the creek and in the woods I was on duty - because of possible fire ants, poison ivy and snakes. In Texas, even picking up trash can be an adventure. Julius and Vivian were very proud of their morning work. Cleaning up the earth, like in one of our favorite songs by Jack Johnson "With my own two hands".]


Thursday, July 24, 2008

Besuch in Hoston [Visit in Houston]

Ist es wirklich schon ein Jahr her seit unserem letzten Besuch? Uns erscheint es, als sei es erst gestern gewesen. Sogar das Wetter ist der gleichen Ansicht: So wie damals regnet es auf dem Rückweg vom Pool in Strömen. Julius mag den Pool besonders gern. Zum ersten Mal schwimmt und taucht er unter Wasser alleine ohne Schwimmweste.

[Has it really been a year since our last visit? To us, it seemed like yesterday. Even the weather thought the same - just like then, we were walking home from the pool in the pouring rain. Julius loved the pool. He learned how to dive and to swim under water.]

Die Mädchen haben Spaß beim Verkleiden. Darf ich vorstellen, Eure königlichen Hoheiten Königin Grace und Prinzessin Vivian. [The girls enjoy dressing-up. May I introduce her royal highnesses Queen Grace and Princess Vivian.]


Tanzen zu Klaviermusik [dancing to piano music]


Danach ausruhen mit Katze Mab [after that nap with Mab]

[doing puzzles]



Sonia liest aus Chris' faszinierender Kartensammlung über das Tierreich vor. [Auntie Sonia reads from Uncle Chris' fascinating card collection about the animal kingdom.]


Aber wir erfahren Natur auch live. Die Eichhörnchen im Garten versuchen, Futter aus dem Vogelhäuschen zu stibitzen. Mit dem größten Vergnügen beobachten die Kinder, wie sie wie Feuerwehrmänner den Stab herunterrutschen. Sonia hat sie ausgetrickst und den Stab mit Öl eingerieben...

[We experience nature live. The squirrels in the backyard try to steal food from the bird feeder. To the kids' greatest delight, Auntie Sonia tricks them by treating the pole with canola oil. The squirrels slide down the pole like fire fighters.]



Biber, Enten und Gänse im Park beobachten. Anstatt Steine sammeln die Schatzsucher Julius und Vivian Kieferzapfen auf. [Observing "beavers", ducks and geese in the park. Instead of rocks, this time Julius and Vivian collect pine cones as treasures.]



Auf dem Sofa relaxen, während ich ein deutsches Abendessen koche. Sonst ist Chris für das Kulinarische zuständig, aber leider hat er sich bei der Arbeit den Fuß verknackst. [Relaxing on the sofa while I am cooking a German meal. Unfortunately, chef Chris is unavailable this time due to a sprained ankle.]


Grace liest eine Gute-Nacht-Geschichte vor. [Grace reads a bedtime story.]


Noch eine Geschichte, bevor es wieder nach Hause geht. [One more story before it is time to drive home.]


We enjoyed the visit very much and hope it won't take another year for the next one!

Sunday, July 20, 2008

Camping deluxe


Zum dritten Mal dieses Jahr geht es an den Inks Lake. Es ist einfach der schönste State Park in der Gegend. Julius hilft beim Polieren des Motorrads, denn mit einer staubigen Harley kann es nicht auf die Reise gehen. So können wir schon Donnerstag früh aufbrechen und das Lager aufschlagen; Markus kommt nach der Arbeit nach.

[For the third time this year, we camp at Inks Lake. For us it is the most beautiful state park in the area. Julius helps cleaning Markus' bike, since there is no way of traveling with a dusty Harley. The kids and I head out early on Thursday, and Markus comes later after work.]


Am Freitag müssen Sharon und Markus noch etwas "schaffe" - wireless am Laptop mit Seeblick. Ich fahre mit den Kindern zur Longhorn Cavern. Vorfreude auf die Tour am Eingang zur Höhle. Allie erklärt Vivian, dass sie keine Steine von drinnen mitnehmen darf. Vivian findet das ziemlich lustig. Bei der Tour selbst gibt es aber zu viel zu bestaunen - und auf den Weg zu achten. Für Steinesammeln und Fotos machen ist keine Hand mehr frei.

[On Friday, Sharon and Markus still have to work - wireless of course and with lakeview. So the kiddos and I take a tour to see the Longhorn Cavern. Everybody is excited before the tour starts. Allie explains to Vivian what our tour guide has said "Don't pick up any rocks!" Vivian thinks that's funny. She loves nothing more than picking up rocks... But in the cave, there is so much to see, and we need to hold hands, so there is no time to gather rocks or even to take pictures anyway.]




Vivian holt das Entgangene am Camper nach. Auf der Suche nach Edelsteinen. Diesmal nehmen wir nicht nur einen Stein, sondern einen ganzen Eimer voll mit heim. [Back at the campsite, Vivian catches up with her rock collection and keeps looking for gemstones. This time, we take a whole bucket full of treasures home.]



Wegen des Feuerverbots aufgrund der Trockenheit entfällt leider das Abendprogramm bestehend aus Lagerfeuer und Marshmellows rösten. Als die Sonne untergegangen und der Mond zum Vorschein gekommen ist, bauen David und Markus die Kinoleinwand (Duschvorhang an der Seite vom Trailer) und den Projektor (unser TV-Beamer) auf. Einige Campingnachbarn mit Kindern gesellen sich dazu. Movies im Park. Wir schauen "Alvin and the Chipmunks" und am nächsten Abend "Crocodile Hunter". Testbild mit einem von Julius' und Vivians Lieblingsfilmen, "Cars". Die zwei Hauptfiguren, "Lightning McQueen" und "Sally", sind zum Campen mitgekommen und - o Wunder, obwohl mehrfach verschollen, wieder zuhause angekommen.


[As the burn ban is still in effect, there is no fire (and no smores) as entertainment after dinner. So after the sun has set, David and Markus set up screen and beamer for "movies in the park". Some camping neighbors with kids join us, and everybody is having a great time.]



Julius sehnlichster Wunsch ist ein Boot. Davon gibt es genügend am See zu bestaunen. Das erstaunlichste (leider ohne Foto) ist ein Oldtimer Auto: Es fährt durch den See und dann einfach die Bootsrampe rauf und weiter auf der Straße. Irre! Die Fahrt im Leihkanu ist inzwischen zur Inks Lake Tradition geworden. Am "Devil's Waterhole" machen Markus, Julius und Vivian eine kleine Klettertour.

[Julius' biggest wish is a boat. So renting a canoe at Inks Lake has already become a tradition. At the "Devil's Waterhole" Markus, Julius and Vivian climb up the rocks.]




Weiterer Luxus ist die Verpflegung: Es gibt Weizen vom Fass, Chicken Wings und Ribs als "Snack" (ratet mal, wer das eingeplant hat...) und Lammspieße, Steaks und Hamburger de Luxe (nach australischer Art mit Ei und allen Beilagen, die man denkbarer Weise auf einen Hamburger packen kann) als Abendessen. Was würden wir nur ohne Davids Luxusgrill machen?

[The food this time is absolute fabulous: We enjoy German wheat beer, Chicken Wings and Ribs as "snacks" (guess whose idea this was) and lamb kebobs, steaks and Australian Hamburger de Luxe as dinner. What on earth would we do without David's grill?]




Good-bye, Inks Lake. Wir kommen wieder.